Die Meteorologie

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Das Wetteränderungsamt

Wie man heutzutage versucht, das Wetter zu beeinflussen

25. November 2009

Das Wetteränderungsamt Und nun zur Wettervorhersage:
Nach örtlichen Nebelfeldern scheint verbreitet die Sonne und die Luft erwärmt sich auf bis zu 28°C. Pünktlich um 12 Uhr kommt es zu kräftigen Regenschauern, welche aber ab 12:40 Uhr wieder der Sonne Platz machen, sodass eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet ist. Bis zum Abend bleibt es anschließend sonnig und wie gewohnt steht Freizeitaktivitäten im Freien nichts im Wege. In der Nacht Abkühlung der Luft auf 15°C. In den kommenden Tagen und Wochen keine Änderungen geplant.


Zugegeben, soweit sind nun die Einflussmöglichkeiten des Menschen auf das Wetter noch nicht (und werden es wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht sein), doch was man aktuell aus China und Russland hört, ist dennoch überraschend und erschreckend zugleich.
So hörte ich zuerst folgende Meldungen, dass Moskau nun zur chemischen Keule "gegen" das Wetter greift, um Schneefall im Winter zu vermeiden, wodurch wiederum Kosten für den Winterdienst gespart werden sollen. Beim ersten Lesen dachte ich noch an einen Scherz...aber nein, wir haben ja auch nicht den ersten April. Tatsächlich hat wohl jemand errechnet, dass der Einsatz von Flugzeugen und Chemie angeblich weniger kostet, als den Winterdienst zu betreiben. Man versucht sich also an einem schneelosen Moskau zur Weihnachtszeit.
Zugegeben, ganz schneelos wird Moskau dann wohl doch nicht - So sollen sich die "Schneeeinsparungen" für die Stadt auf summa summarum 15% belaufen.
Wie soll dies nun erreicht werden? Ganz einfach! Mit dem Flugzeug in die auf Moskau zuziehenden Schneewolken hineinfliegen, dort Chemie versprühen, sodass die Wolken sich schon vor der Stadt abschneien und dann hoffen, dass es auch klappt.

Das Prinzip, welches dahinter steckt, ist folgendes:
Bei jeder regenproduzierenden Wolke sind so genannt Kondensationskeime von Nöten, an welche sich die Wassermolekühle heften. Der vorhandene Wasserdampf kondensiert also an diesen, und sobald der Regentropfen (oder auch das entstehende Eiskristall) zu schwer für den in der Wolke vorhandenen Aufwind wird, fällt er/ es zu Boden.
Die Idee nun ist, die Wolke mit zusätzlichen Kondensationskeimen zu versorgen, sodass es entweder überhaupt erst zum Abregnen kommt, oder dieser Prozess beschleunigt wird. Die beste Möglichkeit, um dies zu erreichen, stellt Silberjodid dar, da dieses besonders gut Wasser anzieht und bindet bzw. zur Kondensation bringt.

Folglich ist nun beispielsweise in Moskau das Ziel, aufkommende Schneefallgebiete vor der Stadt zu "impfen", sodass der größte Teil des Schnees vor den Toren der Stadt fällt.
Ob dies auch wirklich klappt, ist nicht 100 %ig zu beweisen, da natürlich sehr viele Faktoren an der Entwicklung des Wetters beteiligt sind. So können halbwegs sichere Prognosen auch nur bis 3 Tage im Vorraus (je nach Wetterlage auch noch kürzere Zeit) erstellt werden.
Hinzu kommt nun noch die Fragwürdigkeit, ob der Mensch einfach so in das Wetter eingreifen darf...nicht nur aus ethischen Gründen. Man muss auch beachten, dass man beginnt das Wetter zu beeinflussen, obwohl man davon im Prinzip noch sehr wenig weiß.

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist das so genannte "Staatliche Chinesische Amt für Wetterbeeinflussung". Da hieß es doch in der Tat zuletzt in den Medien, dass durch diese Wetterbeeinflussung in Peking ein Schneechaos ausgelöst wurde. So soll nach Medienberichten das Ziel der Beeinflussung das Auslösen von Regenfällen nach einer Trockenperiode gewesen sein.
Der aufmerksame Leser fragt sich nun vielleicht, wieso es denn passieren kann, dass plötzlich Schnee anstatt Regen vom Himmel fällt, wenn doch alles so gut geplant ist? Zumindest sollten doch die Mitarbeiter dieses Amtes auf die Idee gekommen sein, dass bei Temperaturen um oder sogar unter 0°C Schnee fallen könnte.
Diese Frage stellten sich nicht nur viele weitere Leser, sondern auch Meteorologen. Es bleiben nun zwei Möglichkeiten:
Entweder es wurde tatsächlich etwas übersehen und das Schneechaos wurde auch wirklich durch die chemische Keule in den Wolken ausgelöst oder aber es wäre so und so zum Schneefall gekommen. Letzteres ist sogar angesichts der Wetterlage etwas wahrscheinlicher.
Hieraus wird also ersichtlich, dass man als Leser auch nicht alles unbedingt als bare Münze nehmen sollte...auch was solche Nachrichten betrifft. Für China ist solch eine Schlagzeile auch wieder eine Möglichkeit Macht zu demonstrieren...und sei es die Macht über das Wetter, egal, ob die Chinesen nun wirklich damit etwas zutun haben oder nicht.

Dennoch ändert diese mögliche Feststellung nichts daran, dass viele Menschen daran arbeiten, dass Wetter zu verändern.
Hier sollte man sich meiner Meinung nach ernsthaft fragen, ob dies wirklich nötig ist? Meine antwortet lauten: Nein! Es ist ein weiterer großer Eingriff in unsere Natur, ohne das wir wissen, was wir wirklich tuen und was die Gefahren sind.

Und was meinen Sie zu diesem Thema?




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Letzte Aktualisierung: 21.02.2010 11:17:00
©Josef Kaiser
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