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Besondere Wettererscheinungen und der Klimawandel

Besondere Wettererscheinungen rund um Dresden im Sommer 2009! - Kann man für alles den Klimawandel veranwortlich machen?

3. Juli 2009

In den letzten Juni-Tagen kam es im tschechischen Elbeeinzugsgebiet zu teilweise heftigen Niederschlägen, sodass die Elbe die Hochwassermarke I (unterste Marke) erreichte. Für diese Jahreszeit ist dies doch schon beachtlich, denn Sommerhochwasser sind an der Elbe recht selten. Des Weiteren gab es auch in den ersten Juli-Tagen immer wieder heftige Gewitter, die zu örtlichen Überschwemmungen wegen der langsamen Zuggeschwindigkeit führten.
In letzter Zeit hört man auch immer öfter von Tornados in Deutschland. Scheinbar treten all diese Ereignisse immer häufiger auf. Sofort fällt in manchen Medien wieder der Begriff "Klimawandel".


Doch werden diese Ereignisse wirklich immer häufiger, und was hat der Klimawandel damit zu tun?

Es gibt jeweils Fakten, die gegen die in den Fragen enthaltenen Thesen sprechen!
Nehmen wir zum Beispiel die Häufigkeit der Unwetterereignisse. Eine genaue Betrachtung würde natürlich eine Analyse benötigen. Doch steht beispielsweise fest, dass in früherer Zeit deutlich weniger Wetterbeobachter unterwegs waren als heute. Des Weiteren wird die Welt durch das Internet immer vernetzter. Beobachtete also im Jahre 1900 ein Bürger den Himmel und entdeckte einen Tornado, so berichtete er dies vielleicht seinen Familienmitgliedern, sofern er überhaupt wusste, worum es sich bei diesem Naturereignis handelt. Festhalten per Video oder Foto konnte er die Geschehnisse natürlich erst recht nicht. Somit ging dieses Ereignis also unter. Beobachtet jedoch heutzutage jemand einen Tornado, so ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass er ein Video dreht und es am Abend gleich ins Netz stellt. Sofort kann die ganze Welt sehen: Am Ort X war ein Tornado! Gleich darauf wandert das Ereignis in Datenbanken. Alleine dieser Umstand führt dazu, dass scheinbar Unwetter immer häufiger werden, denn es kommt noch hinzu, dass diese Geschehnisse nun auch noch in den Medien verbreitet werden. Doch ist dies eine rein subjektive Einschätzung. Die Zunahme der Unwetterereignisse ist also längst nicht so groß, wie man es vielleicht denken mag! Diesen Aspekt sollte man demnach nicht aus den Augen verlieren. Trotzdem ist natürlich nicht auszuschließen, dass mehr Unwetter stattfinden, aber man kann es auf Grund fehlender früherer Meldungen nicht nachforschen.

Ob nun der Klimawandel an den heftigen Wettererscheinungen "schuld" ist und ob dieser zu einer Steigerung von Häufigkeit und Intensität von Unwettern führt, ist nun natürlich noch schwieriger zu beantworten. Ersteinmal ist es wichtig zu wissen, dass Wetter und Klima unterschiedliche Dinge sind. So beschreibt das Wetter den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Klima ist hingegen das "durchschnittliche Wetter" eines Gebietes oder auch der ganzen Erde über einen sehr langen Zeitraum. Dabei ist ein Unwetterereignis im großen Ganzen ein kleines Ereignis. Jedoch ist gleichzeitg auch fakt, dass alle heftigen Wettererscheinungen Energie benötigen. Dazu ist neben anderen Parametern natürlich auch die Temperatur sehr ausschlaggebend. Steigt diese an, so ist theoretisch die Unwettergefahr auch höher. Aber die Frage ist nun wiederum, ob dies auch praktisch so ist, denn die Temperatur ist nicht alles, was beispielsweise ein Gewitter für seine Entstehung braucht. Man bräuchte also längere Zeitreihen zur Untersuchung, wobei man wieder auf das erst genannte Problem stößt.

Vielleicht fragen Sie sich nun, was ich mit diesem Text überhaupt sagen möchte. Keines Falls möchte ich den Klimawandel schönreden! Es handelt sich um eine bedrohliche Entwicklung, der man konsequent entgegenwirken sollte, sofern dies noch möglich ist. Jedoch sollte man die Schlagzeilen von steigenden Unwettergefahren in den Medien etwas kritischer hinterfragen!




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Letzte Aktualisierung: 21.02.2010 11:17:00
©Josef Kaiser
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