Die Meteorologie

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Meteorologische Entstehungsvoraussetzungen für Superzellen

Die speziellen meteorologischen Bedingungen während der Bildung einer Superzelle sorgen für den charakteristische Aufbau eines solchen Gewitters.
Zunächst müssen die allgemeinen Bedingungen für die Entstehung von Gewittern vorhanden sein, welche in der Untersuchung unter „2.1.1. Meteorologische Entstehungsvoraussetzungen für die Bildung von Gewittern“ beschrieben sind. Somit kann die Entstehung eines Cumulonimbus gewissermaßen als Anfangsstadium einer möglichen Superzelle gesehen werden.
Folgend soll nun genauer erläutert werden, welche weiteren meteorologischen Zutaten unabdingbar oder zumindest förderlich für die Entstehung einer Superzelle sind.


Allgemeine meteorologische Bedingungen:

Eher ungünstig für die Entstehung von Superzellen sind sogenannte Kaltluftgewitter. Da sie hinter einer Kaltfront auftreten, ist die Strömung und damit die Windrichtung in allen Höhenschichten zumeist konstant.
Optimal ist vielmehr ein Gebiet vor einer Kaltfront oder an dieser. So wird meist im Warmluftsektor eines Tiefdruckgebiets die Luft aus Süden herantransportiert, während hinter der Kaltfront oft nordwestliche Winde herrschen. Die Folge ist, besonders häufig im Zusammenhang mit Bodentiefdruckgebieten, dass in höheren Luftschichten der Wind bereits auf West dreht, während er am Boden noch aus Südwest bis Südost, in seltenen Fällen sogar aus Nordost heranströmt, sodass sich eine Windscherung ergibt. Genau diese ist, wie auch aus der Beschreibung des Aufbaus hervorgeht, unabdingbar für die Entstehung einer Superzelle. Diese beschriebene Winddrehung mit der Höhe wird auch als Windrichtungsscherung 1 bezeichnet.
Dementsprechend gibt es auch noch eine Geschwindigkeitsscherung 2 , denn mit der Höhe kommt es ebenfalls häufig zu einer Windzunahme, sodass der Rotationsimpuls einer Gewitterzelle noch verstärkt wird und damit die Möglichkeit der Entstehung einer Superzelle.
Geschwindigkeits- sowie Richtungsscherung sind auf so genannten Soundings (s. 2.1.3.1.), erkennbar, welche aus den Aufstiegen von Wetter- bzw. Radiosonden hervorgehen. Sie geben neben den Winddaten auch Aufschluss über Temperatur, Taupunkt und Luftdruck und damit die allgemeine Labilität oder Stabilität der Atmosphäre.
Aus diesem Grund können aus einem solchen Sounding wichtige Erkenntnisse über den Zustand der Atmosphäre und so über die Wahrscheinlichkeit der Bildung einer Superzelle gezogen werden.
Des Weiteren stellt sich die Frage, wie sehr neben der allgemeinen Wetterlage die Topografie eines Gebiets Einfluss auf die Entstehung einer Superzelle hat. Aus den Aufzeichnungen von Superzellenereignissen geht hervor, dass diese an bevorzugten Orten auftreten, was diesen Zusammenhang als sehr wahrscheinlich erscheinen lässt. Zum einen sorgen natürlich Gebirge durch ihr Relief zu einem verstärkten Aufstieg warmer Luftmassen, sodass es dort zu stärker Konvektion und damit Gewitterbildung kommt. Weiterhin können aber wahrscheinlich auch Talverläufe Einfluss auf die bodennahe Windrichtung und damit auf Scherung haben. Auch umliegende größere Flachländer könnten eventuell eine Bildung einer solchen rotierenden Gewitterzelle begünstigen, da dort oftmals warme und damit energiereiche Luftmassen lagern, was die Lebenszeit eines solchen Systems verlängert.
All diese Aspekte werden näher anhand der Verteilung der Superzellen in Sachsen untersucht, um eventuelle Zusammenhänge aufzudecken und Vermutungen aufzustellen.



Direkte Quellen:
1 URL:
http://www.wetteronline.de/wotexte/redaktion/spezial/tornado/ [Abrufdatum: 10.12.2010]
2 URL:
http://www.weatherservice.de/html/hodogramme.html [Abrufdatum: 10.12.2010]

Weitere Quellen:
Die gesamte Quellenangabe befindet sich am Ende der Untersuchung unter folgendem Link.

Letzte Aktualisierung: 25.06.2011 18:17:00
© Josef Kaiser, Jan-Philipp Wulfkühler
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Entstehungsvoraussetzungen
Aufbau
Auswirkungen
Verifikation
Untersuchung